Spannende Fotografie Projekte 2026:

25 Jahre St. Lazarus-Fonds Europe – ein ganz besonderes Event in Königstein

Es gibt Veranstaltungen, bei denen man schon beim ersten Gespräch merkt: Das wird kein gewöhnlicher Fotoauftrag.

So war es auch beim 25-jährigen Jubiläum des St. Lazarus-Fonds Europe in Königstein im Taunus. Ich hatte die Aufgabe, die Veranstaltung fotografisch zu begleiten – und je mehr ich mich im Vorfeld mit dem Verein beschäftigt habe, desto spannender fand ich den Auftrag.

Der St. Lazarus-Fonds unterstützt seit vielen Jahren Menschen und Familien, die von Lepra betroffen sind. Die Projekte finden direkt vor Ort statt, unter anderem in Myanmar und Nepal. Was mich dabei besonders beeindruckt hat: Hier geht es nicht nur darum, Geld zu überweisen und anschließend einen Bericht zu bekommen. Die Verantwortlichen engagieren sich persönlich und sind teilweise selbst vor Ort dabei, wenn Projekte umgesetzt werden.

Das merkt man auch an den Bildern des Vereins. Und genau diese Mischung aus persönlichem Einsatz, internationalem Netzwerk und echter Nähe zu den Menschen war später auch bei der Jubiläumsfeier deutlich zu spüren.

Gäste aus aller Welt – und eine ziemlich besondere Atmosphäre

Zum 25-jährigen Bestehen kamen Gäste aus den USA, Asien, Paris, London, Berlin und München nach Königstein. Entsprechend international und hochkarätig war die Runde.

Gefeiert wurde am Standort des Vereins in einer sehr schönen Umgebung. Auf dem Programm standen unter anderem ein Film von Peter Kalla über die Projekte vor Ort, eine Talkrunde mit den Vorstandsmitgliedern, verschiedene Ansprachen langjähriger Weggefährten und die Übergabe einer großzügigen Spende.

Für die musikalische Begleitung sorgte das Trio Grande.

Und dann gab es noch einen Moment, mit dem so wahrscheinlich nicht jeder gerechnet hatte: Anna-Maria Kaufmann, bekannte Sopranistin, die den St. Lazarus-Fonds seit Jahren als Botschafterin unterstützt, erklärte sich spontan bereit, gemeinsam mit dem Trio Grande ein klassisches Stück zu singen.

Für mich als Fotograf natürlich ein typischer Moment, bei dem man besser schon vorher an der richtigen Stelle steht.

 

Eventfotografie bedeutet: ständig auf der Hut sein

Genau das ist für mich der Reiz an solchen Veranstaltungen.

Man kann nicht einfach einen festen Platz einnehmen und darauf warten, dass etwas passiert. Während vorne noch die Gäste ankommen, findet hinten bereits das erste get-together statt. Gleichzeitig sollen wichtige Personen fotografiert werden, spontane Begegnungen sollen nicht verloren gehen und natürlich möchte auch niemand ständig eine Kamera vor dem Gesicht haben.

Bei diesem Event kam noch eine weitere Herausforderung dazu: die unterschiedlichen Lichtverhältnisse.

Für die Begrüßungsfotos war eine weiße Fotowand aufgebaut. Dort entstanden die klassischen Ankunftsfotos. Gleichzeitig trafen immer mehr Gäste ein und gingen weiter in den Garten, wo bereits das get-together lief.

Für mich bedeutete das: permanent zwischen den Bereichen wechseln.

Und jedes Mal war die Lichtsituation eine andere. Entsprechend mussten Kameraeinstellungen und Objektiv immer wieder angepasst werden.

Das klingt zunächst nach Kleinigkeiten. Bei einer Veranstaltung, bei der wichtige Gäste aus verschiedenen Ländern zusammenkommen und die entscheidenden Momente nur einmal passieren, sollte man solche Dinge allerdings ziemlich sicher beherrschen.

Mit der passenden Objektivwahl und etwas Erfahrung ließ sich das sehr gut lösen.

 

Die Bühne – und eine ziemlich starke Abendsonne

Später verlagerte sich die Veranstaltung in den weitläufigen Garten.

Dort stand eine eigens aufgebaute Bühne, auf der die Talkrunde und die Ansprachen stattfanden.

Fotografisch war das allerdings nicht ganz ohne. Die tief stehende Abendsonne sorgte für ein sehr helles Gegenlicht im Hintergrund. Gleichzeitig sollten die Personen auf der Bühne natürlich sauber belichtet und die Stimmung des Abends erhalten bleiben.

Also wieder umdenken, Einstellungen anpassen und das Objektiv wechseln.

Genau solche Situationen sind für mich ein gutes Beispiel dafür, warum Eventfotografie deutlich mehr ist als einfach nur „draufhalten“.

Man muss die Situation lesen können. Man muss wissen, welches Bild man haben möchte, bevor der Moment überhaupt passiert – und man muss gleichzeitig jederzeit reagieren können, wenn sich die Situation verändert.

Denn eine zweite Chance gibt es meistens nicht.

Die besten Bilder entstehen oft nach dem offiziellen Programm

Nach dem offiziellen Teil wurde das Buffet eröffnet.

Und damit änderte sich auch die Atmosphäre.

Die Anspannung war weg, die Gespräche wurden länger und intensiver, überall bildeten sich kleine Gruppen. Menschen, die sich teilweise lange nicht gesehen hatten, unterhielten sich, lachten und tauschten sich aus.

Für mich beginnt dann ein besonders schöner Teil der Eventfotografie.

Ich versuche möglichst wenig einzugreifen und mich eher im Hintergrund zu bewegen. Keine gestellten Situationen, kein „Bitte einmal hierher schauen“, sondern Bilder, bei denen man später das Gefühl hat, tatsächlich dabei gewesen zu sein.

Gerade bei einem solchen Abend sind diese spontanen Momente oft die Bilder, die eine Veranstaltung später am besten erzählen.

 

 

Ein Jubiläum, das in Erinnerung bleibt

Die Bilder, die ich von diesem Abend zeigen darf, vermitteln aus meiner Sicht ziemlich gut, was diese Veranstaltung ausgemacht hat: international, persönlich, lebendig und gleichzeitig erstaunlich familiär.

Und vielleicht ist genau das auch das Besondere am St. Lazarus-Fonds.

Hinter dem Verein stehen Menschen, die sich mit viel persönlichem Einsatz dafür engagieren, die Lebensbedingungen von Lepra-betroffenen Menschen zu verbessern. Das war für mich nicht nur durch die Gespräche an diesem Abend spürbar, sondern auch durch die Geschichten und Projekte, die während der Veranstaltung gezeigt wurden.

Für mich war es deshalb nicht einfach nur ein weiterer Eventauftrag.

Es war eine Veranstaltung mit außergewöhnlichen Gästen, einer spannenden Geschichte und vielen fotografischen Herausforderungen – und genau solche Veranstaltungen machen meinen Beruf als Eventfotograf für mich so interessant.

Ich freue mich sehr, dass ich das 25-jährige Jubiläum des St. Lazarus-Fonds Europe fotografisch begleiten durfte.